Die Boulevardzeitung spielt eine aktive und eine passive Rolle in der Demokratie. Sie wirkt aktiv auf die Regierenden wie auf die Bürger. Ähnlich wie die Presse im allgemeinen Sinn scheinen Boulevardzeitungen das Licht der Öffentlichkeit auf eine Regierung und deren Mitgliedern. Journalisten in solchen Zeitungen suchen Skandal, Sex, und verkaufliche Geschichten. Manchmal müssen sie manches übertreiben oder gar erfinden. Manchmal aber ist es gerade dieser Antrieb, der echte Kriminalität enthüllt. In dieser Hinsicht ermöglichen die Boulevardzeitungen eine öffentliche, demokratische Debatte über eine Regierung.
Darüber hinaus verbreiten die Boulevardzeitungen Informationen zu denjenigen, die keine Lust, Neigung, oder Ausbildung zu höhrern Zeitungen wie “Spiegel” haben. Diese Kunden können auch jüngere Leser sein, die später in diese andere Medien einsteigen werden. Auch wenn sie nur Bild-Zeitung lesen sind diese Leser schließlich Staatsbürger. Sie wählen und haben Recht auf Teilnahme in der Demokratie. Dafür müssen sie sich irgendwie informieren.
Letztens soll man die passive Rolle der Boulevardzeitung nicht übersehen. Auch wenn sie überhaupt keine gute Wirkung auf die Demokratie hätten, müssen solche Zeitungen in einer gesunden politischen Gesellschaft existieren dürfen. Die Alternative wären Verbote und Grenzen auf die Meinungsfreiheit. In diesem Sinn sind Boulevardzeitungen ein Zeichen einer Demokratie.
Das haben Sie richtig erkannt, durch ihre simple Existenz bewahrt sie die Demokratie. Auch bekommen sie Zugang zu Informationen, die Ihnen sonst vorenthalten würden. Aber ihr wirklicher Zweck ist doch geschäftlicher Natur! Wie beinflußt das den Inhalt der Zeitung?
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