Wednesday, October 30, 2013
Hurra für die Boulevardpresse
Der Französische Diplomat Talleyrand hat gesagt „die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen“. Ähnlich könnte man auch sagen: „Die Zeitungen sind dem Menschen gegeben, um die Nachrichten zu verbergen“.
Beispiele dafür sind zahlreich. In den dreißigen Jahren hat die „New York Times“ Nachrichten über das Massensterben in der Ukraine versteckt. Dreißig Jahre später hat die selbe „New York Times“ Nachricten über Folter und Hunger unter dem Regime von Castro absichtlich verschwiegen. (Diese Beispiele sind älter, so weniger umstritten.)
Man kann eine Erklärung finden in dem bekannten Märchen von Hans Christian Andersen, „Des Kaisers neue Kleider“. Die Qualitätpresse ist wie die Höflinge von dem Kaisers. Sie loben den Kaiser für seine neuen "Kleidung", obwohl sie nicht existieren. Die Boulevardpresse jedoch ist wie das Kind in der Menge. Das Kind weiß nicht, wie ein Höfling sprechen sollt. So er platzt mit der Wahrheit heraus, dass der Kaiser keine Kleidung habe.
Wie das Kind, die Boulevardpresse spricht oft Unsinn. Zum Beispiel, sie unerklärlich interessiert sich für Familie Kardashian. Sie hat aber Artikel über Skandale von Bill Clinton, Jesse Jackson und John Edwards veröffentlicht, als die Qualitätpresse Lobgesänge fur diese edlen Vorkämpfer für die Armen und Unterdrückten noch gesungen hat.
Hier dann ist die Rolle der Boulevardpresse in einer Demokratie - zu schreien, wenn der Kaiser keine Kleidung trägt. Manchmal buchstäblich.
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Ein sehr schöner Beitrag. In der Boulevardpresse findet man oft Informationen, die man sonst nirgendwo findet, und Sachen werden erwähnt, die von den etablierten Medien gemieden werden. Aber, wie wichtig sind diese Informationen? Welchen Zweck erfüllen sie? Oder anders gefragt, braucht man sie?
ReplyDeleteInteressanter Punkt. Meistens schreibt die Boulevardpresse den reinsten Quatsch. Von Zeit zu Zeit aber deckt sie etwas bedeutendes auf. Edwards, zum Beispiel, war ein renommierte Präsidentschaftskandidat. Dann hat der „National Enquirer“ veröffentlicht, dass Edwards ist fremdgegangen, als seine Ehefrau Krebsbehandlung erhalten hat. Außerdem hat der „Enquirer“ berichtet, dass Edwards seinen Wahlkampgeld ausgegeben hat, um ein uneheliches Kind zu unterstützen. Ein Schundgeschichte? Klar. Eine Enthüllung über den wahren Charackter von Edwards? Auch klar. Jedenfalls hat Edwards bald aus der Wahlkampf ausgeschieden.
ReplyDeleteWarren, ich muss sagen, dass Ihrer Beitrag sehr shön geschrieben würde. Ich stimme zu. Zum Glück gibt es die Boulevardpresse; sonst gäbe es vielleicht niemand, der die wichtige, einfache Fragen stellen würde.
ReplyDeleteDanke sehr, Sie sind sehr nett. Was die Boulvardpresse betrifft, es handelt sich um Snobismus, nicht wahr? Die Boulevardzeitungen sind ja kitschig. Die Qualitätspresse hat auch seine eigene Art von Kitsch, oder?
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